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Entkalken

Kaffeemaschine entkalken: Wann es nötig ist und wie es richtig geht

Kaffeemaschine entkalken: Wann es nötig ist und wie es richtig geht

Autor: Werner Wischmopp

Die erste Tasse am Morgen, ein Kaffee nach dem Mittagessen oder eine kleine Pause am Nachmittag: Schön, wenn die Kaffeemaschine zuverlässig ihren Dienst tut. Damit das so bleibt, gehört auch das Entkalken zur regelmäßigen Pflege. Kalkablagerungen können den Wasserfluss beeinträchtigen und die Funktion der Maschine stören. 

Dabei kommt es nicht darauf an, möglichst häufig oder besonders kräftig zu entkalken. Entscheidend sind der passende Zeitpunkt, ein geeignetes Mittel und der richtige Ablauf für dein Gerät.

Wie oft muss eine Kaffeemaschine entkalkt werden?

Eine feste Regel wie „einmal im Monat“ passt nicht zu jeder Maschine. Wie schnell sich Kalk ablagert, hängt unter anderem von der Wasserhärte und der Nutzung ab. Bei hartem Wasser und häufigem Gebrauch kann eine Entkalkung früher nötig werden als bei weichem Wasser und wenigen Tassen am Tag.

Hat deine Maschine eine Entkalkungsanzeige, orientiere dich daran und an der Bedienungsanleitung. Wichtig ist, dass die Wasserhärte im Gerät richtig eingestellt wurde, sofern diese Einstellung vorhanden ist. Nur dann kann die Maschine den vorgesehenen Entkalkungsbedarf entsprechend berücksichtigen. Bei Geräten ohne Anzeige gelten die Intervalle beziehungsweise Nutzungsvorgaben des Herstellers.

Die Wasserhärte herausfinden
Die Wasserhärte für deinen Wohnort erfährst du beim örtlichen Wasserversorger, häufig direkt auf dessen Internetseite. Alternativ kannst du einen geeigneten Wasserhärte-Teststreifen verwenden. Halte dich bei der Messung an dessen Anleitung und übertrage das Ergebnis anschließend in die Geräteeinstellung.

Und wenn ein Wasserfilter eingesetzt ist?
Ein geeigneter Wasserfilter kann die Kalkbildung verringern und den Entkalkungsaufwand reduzieren. Er bedeutet aber nicht automatisch, dass du nie wieder entkalken musst. Entscheidend sind das Filtersystem, der rechtzeitige Wechsel und die Vorgaben deiner Maschine.

Woran erkennst du möglichen Entkalkungsbedarf?

Eine längere Brühzeit, weniger Wasser oder ungewohnte Geräusche können auf Kalkablagerungen hinweisen. Sie sind jedoch kein eindeutiger Beweis. Bei einer Filtermaschine kann beispielsweise auch zu fein gemahlener Kaffee den Durchlauf verlangsamen.

Warte deshalb nicht erst auf deutliche Funktionsprobleme. Halte dich an die Pflegehinweise deiner Maschine. Bleibt eine Störung nach ordnungsgemäßer Reinigung und Entkalkung bestehen, ist der Kundendienst die bessere Anlaufstelle als ein weiterer Durchgang mit stärker dosiertem Entkalker.

Welcher Entkalker eignet sich?

Wähle ein Mittel, das für Kaffeemaschinen vorgesehen ist und zu den Vorgaben deines Geräts passt. Manche Hersteller empfehlen bestimmte Produkte oder schließen einzelne Wirkstoffe ausdrücklich aus. Die Bezeichnung „Universal-Entkalker“ allein ersetzt diese Prüfung nicht.

Unser SUPER CLEAN Entkalker Konzentrat ist für die Entkalkung von Kaffeemaschinen vorgesehen und wird vor der Anwendung mit Wasser verdünnt. Prüfe auch hier die Gerätehinweise und verwende die Dosierung auf dem aktuellen Produktetikett.

Sind Hausmittel eine Alternative?
Das lässt sich nicht für alle Kaffeemaschinen gleich beantworten. Einige Filtermaschinen-Anleitungen erlauben verdünnten Essig, während andere Hersteller ihn für ihre Geräte ausdrücklich ausschließen. Übertrage deshalb weder ein Hausmittelrezept noch die Anleitung einer anderen Maschine ungeprüft auf dein Gerät.

Unser Rat: Bleibe bei einer ausdrücklich vorgesehenen Methode. Eine vertraute Anwendung ist hilfreicher als ein neues Experiment im Wassertank.

Kaffeevollautomat entkalken: Schritt für Schritt

Der folgende Ablauf dient zur Orientierung. Die einzelnen Handgriffe und Anzeigen können je nach Modell abweichen – deine Bedienungsanleitung bleibt deshalb maßgeblich.

1. Anleitung und Zubehör bereitlegen
Schau vor dem Start nach, wie lange das Programm ungefähr dauert und was du dafür benötigst. Lege Entkalker und ein geeignetes Messgefäß bereit. Stelle außerdem einen ausreichend großen Auffangbehälter unter die in der Anleitung genannten Ausläufe.

Plane die Entkalkung am besten für einen Zeitpunkt, an dem die Maschine nicht gleich wieder gebraucht wird. Kurz bevor Besuch zum Kaffee kommt, ist dafür selten der günstigste Moment.

2. Maschine vorbereiten
Leere den Wassertank sowie – entsprechend der Anleitung – die Abtropfschale und den Kaffeesatzbehälter.

Prüfe, ob ein eingesetzter Wasserfilter vor dem Entkalken entfernt werden muss. Bei vielen Geräten gehört das zur Vorbereitung. Je nach Modell müssen auch Milchbehälter oder Aufschäumer abgenommen werden.

3. Entkalkerlösung genau abmessen
Bereite die Lösung nach Produktanweisung zu und fülle sie wie vorgesehen in den Wassertank. Übernimm dabei nicht einfach die Milliliterangaben eines anderen Entkalkers: Konzentrate können unterschiedlich dosiert werden. Stimmen die benötigte Lösungsmenge und die Anwendungsvorgaben nicht miteinander überein, kläre die Verwendung vorab.

Ein zusätzlicher Schuss ist kein Ersatz für die richtige Dosierung. Miss die Menge ab, statt sie zu schätzen.

Beachte auch die Sicherheitshinweise. Unser Entkalker kann Haut und Augen reizen. Vermeide Spritzer und bewahre das Produkt außerhalb der Reichweite von Kindern auf.

4. Das vorgesehene Entkalkungsprogramm vollständig durchführen
Starte das Entkalkungsprogramm und folge den Anzeigen. Bleibe in der Nähe, falls Wasser nachgefüllt oder der Auffangbehälter geleert werden muss.

Dass zwischendurch kein Wasser fließt, bedeutet nicht unbedingt, dass das Programm beendet ist. Solche Pausen können zum vorgesehenen Ablauf gehören. Schalte die Maschine deshalb nicht eigenständig aus und verlängere die Einwirkzeit nicht auf eigene Faust. 

5. Sorgfältig mit frischem Wasser nachspülen
Reinige den Wassertank und führe sämtliche vorgeschriebenen Spülgänge mit frischem Wasser durch. Die genaue Wassermenge beziehungsweise Anzahl der Durchläufe richtet sich nach den Geräte- und Produktangaben. Auch das Nachspülen gehört vollständig zur Entkalkung dazu.

Das aufgefangene Entkalkungs- und Spülwasser darf nicht für Getränke verwendet werden. Bereite erst wieder Kaffee zu, wenn der gesamte Ablauf abgeschlossen ist.

Setze anschließend den vorgesehenen Wasserfilter nach Anleitung ein beziehungsweise ersetze ihn. Bei manchen Geräten muss ein neuer Filter zusätzlich im Menü aktiviert werden.

Was ist bei einer Filterkaffeemaschine anders?

Entferne zunächst den gebrauchten Papierfilter und das Kaffeepulver. Stelle die passende, leere Kanne wie vorgesehen unter den Filterhalter.

Hat deine Maschine ein Entkalkungsprogramm, nutze dieses. Ohne ein solches Programm hältst du dich an den in der Anleitung beschriebenen Ablauf. Übernimm keine beliebigen Einwirkzeiten oder Unterbrechungen aus anderen Anleitungen.

Anschließend folgen die vorgeschriebenen Durchläufe mit frischem Wasser – ohne Kaffeepulver. Reinige auch Kanne und Filterhalter nach den Pflegehinweisen.

Entkalken und Reinigen sind nicht dasselbe

Der Entkalker kümmert sich um Kalkablagerungen. Die übrige Pflege der Maschine bleibt trotzdem wichtig: Kaffeerückstände und Kaffeeöle benötigen die dafür vorgesehenen Reinigungsschritte. Milchleitungen und Aufschäumer wiederum werden nach ihrer eigenen Pflegeanleitung gereinigt.

Ein Entkalkungsprogramm ersetzt also weder die Reinigung der Brühgruppe noch die des Milchsystems. Die Mittel und Programme sollten jeweils für ihre vorgesehene Aufgabe verwendet werden.

Eine kleine Routine für zuverlässigen Kaffeegenuss

Unser Vorschlag: Notiere nach der Entkalkung das Datum. Bei einer Maschine ohne Erinnerungsfunktion kannst du zusätzlich den nächsten Prüftermin nach Herstellervorgabe festhalten. Bewahre die Anleitung zusammen mit dem passenden Entkalker griffbereit auf.

So musst du beim nächsten Mal nicht wieder nach Dosierung und Programmablauf suchen.

Etwas Aufmerksamkeit für die Maschine – und danach wieder Zeit für eine gute Tasse Kaffee. Am liebsten in Ruhe. ☕

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